Würzige Wan Tan

Aktualisiert: 4. Mai 2019

Gefüllte Nudeltaschen sind in vielen Gegenden der Welt ein traditionelles Gericht, aber nicht nur die Füllung, sondern auch der Teig variiert, was bei einer so überschaubaren Anzahl an Zutaten doch irgendwie erstaunlich ist.

Der Wan Tan Teig kommt mit vier Zutaten aus, und enthält, im Gegensatz zur italienischen Pasta, keinen Hartweizengrieß.



Der Teig.

Für etwa 30 Wan Tan:


200g Mehl

ein Ei

50g Wasser

ein viertel Teelöffel Salz


Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und in Frischhaltefolie verpackt mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.


Den Teig noch einmal durchkneten, und auf der bemehlten Arbeitsplatte hauchdünn ausrollen.

Wer eine Nudelmaschine hat, kann den Teig auch damit ausrollen, er sollte aber ebenfalls stark bemehlt durchgelassen werden, da er sonst, anders als Pastateig, einfach festklebt. Der Teig ist aber so geschmeidig, dass er sich problemlos von Hand ausrollen lässt, weshalb ich meistens auf meine Nudelmaschne als Helfer verzichte. Die Konsistenz erleichtert später das Zusammendrücken der Kanten und sollte daher nicht mit mehr eingearbeitem Mehl verändert werden.

Aus dem Teig entweder Quadrate, gleichseitige Dreiecke oder Kreise ausschneiden, in meinem Fall mit einer Seitenlänge bzw einem Durchmesser von sieben Zentimetern. Das ist gerade für den Anfang eine gute Größe, weil so das Falten und Zusammendrücken der Kanten noch nicht all zu viel Fingerfertigkeit verlangt. Die Rohlinge entweder stark bemehlt stapeln, oder direkt einen nach dem anderen falten. Wenn ihr keinen passenden Ausstecher habt, könnt ihr euch einfach eine Schablone aus Pappe basteln und den Teig mit einem scharfen Messer zurecht schneiden. Da der dünne Teig schnell austrocknet, sollte er direkt weiterverarbeitet werden. Ich bereite mir etwa zehn Rohlinge vor, falte sie und schneide dann Neue aus.

Die Füllung in einen Einmal-Spritzbeutel füllen und eine kirschengroße Menge Füllung in die Mitte eines Teigblatts geben. Bei Quadrat oder Dreieck einfach die möglichst fettfreien Kanten zusammen drücken, bei einem Kreis die eine Kante in kleine Falten gelegt an die Andere andrücken, bis ein kleines geschlossenes Säckchen entstanden ist.

Die fertig gefüllten Wan Tan lassen sich wunderbar einfrieren -so sind sie leicht vorzubereiten und kleben nicht zusammen, bis die Gäste da sind.


Sollte etwas Füllung übrig bleiben, könnt ihr sie einfach gebraten als kleine Bällchen servieren.



Die Füllung:


200g faschiertes Rindfleisch

ein Ei

eine altbackene Semmel 100ml kalte Sahne ein Viertel Kugelknoblauch, fein gerieben oder zehn Blatt Bärlauch, in feine Streifen geschnitten ein haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gerieben ein halber Teelöffel Salz etwas frische Chili zwei Zweige frischer Koriander, fein gehackt

Das Brot in der Sahne aufweichen und fein pürieren.

Die Mischung zu den anderen Zutaten geben, zügig zu einer homogenen Farce vermixen und die Masse dann in einen Einmal-Spritzbeutel abfüllen. So bleiben die Nudelkanten fettfrei und die Füllung lässt sich leichter verteilen.


Die gefüllten Wan Tan in sanft köchelndem Wasser etwa zehn Minuten gar ziehen lassen. Entweder ihr serviert sie in einer klaren Suppe, oder bratet sie leicht knusprig an.


Wer lieber eine vegetarische Füllung hat, kann die Wan Tan auch mit gebratenem Ei, Mu-Err Pilzen, Wurzelgemüse und Pak Choi füllen. Da das Fleisch als Bindemittel fehlt, sollten die Kanten aber besonders gut verschlossen sein, damit die Wan Tan beim Kochen nicht auf gehen.





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