Spinat-Käsespätzle

Gibt es ein klassischeres Berghüttengericht als Käsespätzle? Na, gut, Kaiserschmarrn und Speckknödel konkurrieren auch um diesen Titel, aber für mich sind Käsespätzle mit Bergkäse immer mit dem Gefühl des Ankommens und der Gemütlichkeit verbunden. Gibt man frischen Babyspinat in den Teig, werden die Spätzle nicht nur quitschgrün, sie schmecken auch ein bisschen nussiger.



Für vier hungrige Bergsteiger oder sechs Daheimgebliebene:

150g roher Babyspinat

drei mittelgroße Eier

50ml kaltes Wasser

ein gestrichener Teelöffel Salz

frisch geriebene Muskatnuss

300g griffiges Mehl, gesiebt

sechs mittelgroße Zwiebeln, in feine Halbringe geschnitten eine Knoblauchzehe 150g Appenzeller, grob gerieben

150g würziger Bergkäse, grob gerieben

100g Pecorino, fein gerieben

Den Babyspinats zusammen mit den Eiern, dem Wasser, dem Salz und der Muskatnuss fein pürieren. Das gesiebte Mehl in eine große Schüssel geben und die Spinatmischung in eine Kuhle gießen. Mit einem Kochlöffel Ei und Mehl langsam vermischen: immer wieder Mehl vom Rand in die Kuhle ziehen, bis es ein homogener Teig ist. Jetzt heißts Geduld haben -und Muskelkraft, denn der Teig muss so lang geschlagen werden, bis das Klebereiweiß den Teig schön geschmeidig gemacht hat.

Den Teig in etwa drei Durchgängen durch ein Knöpflesieb in leicht köchelndes Wasser streichen, jeweils die nach oben treibenden Spätzle abfischen, kurz in eiskaltes Wasser geben und dann abtropfen lassen. Das Wasser wieder zum Kochen bringen, runter drehen, bis es nur noch leicht köchelt und dann das ganze Spiel von Vorne. Die Spätzle sind so noch leicht zu bissfest, da sie ja noch Zeit im Ofen oder der Pfanne verbringen.

Die Zwiebeln und die ganze Knoblauchzehe langsam in etwas Öl braun braten, bis sie leicht karamellisiert und etwa auf ein Drittel der Masse zusammengefallen sind, dann hat der Knoblauch seine Schuldigkeit getan und kann raus. Spätzle, Käse und die Zwiebeln in einer gebutterten Form abwechselnd schichten.

Die Käsespätzle im auf 180°C vorgeheizten Backofen 30 Minuten überbacken.



Ich finde Käsespätzle und Salat gehören einfach zusammen. Die fruchtig-säuerliche Zitronenvinaigrette macht das Gericht ein bisschen frischer und ist die ideale Ergänzung zum würzigen Käse. Wer mag, kann noch ein paar Röstzwiebeln auf die Käsespätzle geben.

Wer braucht schon die Wanderung wenn er die Spätzle auch so haben kann?

© 2020 Anna Hanst. Alle Rechte vorbehalten.